A little respect – Oder wie Du lernst Dich selbst anzuerkennen

sich-selbst-Anerkennung-geben-Seit ich nicht mehr jede Woche einen Artikel veröffentlichen will, habe ich immer mehr Artikel-Ideen. Ich bleibe jedoch bei meinem neuen Rhythmus, denn es fühlt sich für mich einfach entspannter an. Schließlich, will ich mein Leben – und dazu gehört auch dieser Blog – so gestalten wie es sich für mich richtig anfühlt. Und als ich so darüber nachdachte, welches der „brandaktuellen“ Themen ich mal wieder zu einem Artikel verarbeiten könnte, stieß ich auf die Blogpararade „Komm in Deine Anerkennung“ von Nicole Bailer.

Da ich unterwegs war, habe ich die Seite nur kurz überflogen und dachte erst: „Da fällt mir gar nichts ein“. Und dann fielen mir plötzlich ganz viele Geschichten ein. Von Kundinnen, Freunden, Bekannten und von mir. Da wurde mir bewusst, dass es im Grunde immer um die Anerkennung geht. Immer und bei allen.

Anerkennung. Der Duden sagt dazu:
Würdigung, Lob, Achtung, Respektierung

Als ich Tobi fragte, was ihm zu dem Thema einfällt, meinte er auch, dass es ja ohne Anerkennung gar nicht geht. Und dass doch jeder die Anerkennung von außen braucht. Tobi ist Künstler und er malt seine Bilder hauptsächlich, weil es ihm Spaß macht. Er kann Tag und Nacht malen ohne davon müde zu werden. Und dennoch macht es ihm noch mehr Spaß, wenn er für seine Werke auch Anerkennung bekommt. Das wichtige ist aber, dass er seine Werke auch selbst anerkennt.

Anerkennung kann auch zum Erfolg führen

Und bei mir und meinem Herzensbusiness ist es genauso. Ich liebe es Blogartikel zu schreiben und ich liebe meine eigentliche Arbeit, andere dabei zu unterstützen ihren Selbstwert und ihre Schöpferkraft wieder zu entdecken. Ich werde davon nicht müde. Ich brauche davon auch keinen Urlaub. Ich könnte es den ganzen Tag tun. Und dennoch, würde es wahrscheinlich weniger Spaß machen, wenn niemand meine Artikel lesen würde oder mir niemand ein positives Feedback für meine Arbeit geben würde.

Am Wochenende haben Tobi und ich bei uns in der Stadt bei der Kleiderspenden-Annahme für Flüchtlinge geholfen. Es war ein echter Knochenjob. Wir waren abends vollkommen erledigt und konnten uns auch am nächsten Tag kaum rühren. Und da gibt es Menschen, die noch viel mehr helfen. Die teilweise die ganze Woche Kleidung sortieren und zu den Unterkünften fahren. Vor diesen Menschen habe ich einen großen Respekt und den verdienen sie auch. Die Initiatoren dieser Aktion machen eine unglaublich tolle Arbeit. Und ich bin mir sicher, dass auch ihr Projekt ohne die Anerkennung von außen nicht so erfolgreich sein könnte.

Warum brauchst Du Anerkennung?

Nicole Bailer ist Mentorin für Mütter und unterstützt sie dabei als Frau und Mutter frei zu leben. Da ich ja keine Kinder habe, hab ich es natürlich viel leichter. Ich „muss“ mich ja nicht um andere kümmern und kann den ganzen lieben langen Tag machen, was ich will. Auch, wenn ich immer mehr Mütter kenne, die als Mutter ganz entspannt leben, erlebe ich es immer wieder, dass viele sich für ihre Kinder und ihre Familie wirklich aufopfern.


Wenn Du damit beginnst, Dich denen aufzuopfern, die Du liebst, wirst Du damit enden, die zu hassen, denen Du Dich aufgeopfert hast.

George Bernard Shaw


Die Arbeit der Mütter verdient in meinen Augen absoluten Respekt und Anerkennung. Und dennoch glaube ich, dass es genau dann wirklich schwierig wird, wenn Mütter sich aufopfern um Anerkennung zu bekommen. Sie tun das meistens nicht bewusst.

Die ältere Dame, die vor ein paar Wochen bei mir war hatte den Glaubenssatz: „Als Mutter wird man ja immer ausgesaugt!“ Da war ich kurz davor mit zu leiden und ich konnte die Vampire regelrecht an ihr kleben sehen. Diesen Glaubenssatz hatte sie sicher ein paar Jahrzehnte in ihren Zellen mit sich herumgeschleppt. Und dann kam noch dazu, dass sie sich für ihre längst erwachsenen Geschwister verantwortlich fühlte. Weil sie sich immer noch nach der Anerkennung von ihrer längst verstorbenen Mutter gesehnt hat.

Ihre Mutter konnte ihr diese Anerkennung nicht mehr geben. Wir haben dann ihren Zellen beigebracht, wie es sich anfühlt von ihrer Mutter anerkannt zu werden. Das sind dann die Momente in denen ich am liebsten das Fenster öffnen will und der Welt laut mitteilen will, wie sehr ich meine Arbeit liebe. Will ich das dann wegen der Anerkennung? Vielleicht. Jedenfalls ist es mir ein großes Anliegen der Welt mitzuteilen, dass es möglich ist seine Arbeit zu lieben.

Aber das ist doch selbstverständlich

Und was ist mit den Frauen, die keine Kinder haben und sich dennoch den ganzen lieben langen Tag für andere aufopfern? Für ihre Kollegen zum Beispiel. Oder für ihren Chef. Sie machen das meistens auch um die Anerkennung zu bekommen, die sie sich selbst nicht geben können. Auch wenn sie es nicht wissen.

Es heißt ja immer, Du musst Dich selbst anerkennen, dann brauchst Du auch keine Anerkennung mehr von anderen. Ja, das stimmt. Aber was ist, wenn Du sie Dir selbst einfach nicht geben kannst. Weil Du vielleicht „gelernt“ hast, dass „Eigenlob stinkt“. Ganz viele meiner Kundinnen erzählen mir, was sie alles geschafft haben und wundern sich, wenn ich sie frage, ob sie sich selbst dafür schon mal gelobt haben. „Aber das ist doch selbstverständlich!“ sagen sie dann. Klar, wenn alles selbstverständlich ist, verdient es natürlich auch kein Lob und keine Anerkennung.

Gefangen im Hamsterrad

Und dann geht es weiter im Hamsterrad der Aufopferung. Du wunderst Dich, warum andere Dich und Deine Leistungen nicht anerkennen, obwohl Du sie selbst nicht mal anerkennen kannst. Und wenn dann mal jemand ein Lob ausspricht, hörst Du es nicht. Oder Du interpretierst es anders. Oder Du kannst es einfach nicht annehmen.

Als ich anfing als ThetaHealer zu arbeiten und zu bloggen, hatte ich oft wirklich Angst davor, dass „jemand“ meine Arbeit nicht gut finden würde. Oder noch schlimmer: mich vielleicht sogar „angreifen“ würde. Der „Angreifer“ kam nie. War ja alles nur in meinem Kopf. Nach meinem letzten Artikel „Let your love flow – oder was Du für den Weltfrieden tun kannst“ haben sich doch tatsächlich einige von meinem Newsletter abgemeldet.

Früher wäre ich in dieser Situation wahrscheinlich in Panik ausgebrochen. Heute bin ich froh darüber, denn diese Menschen haben sich einfach entschieden meinen Newsletter nicht mehr zu wollen und ich habe es noch leichter meine Energien auf die Menschen zu richten, die meine Artikel gerne lesen.

Die vielen Bestätigungen von außen haben natürlich auch dazu geführt, dass ich immer sicherer wurde. Allerdings gab es auch Zeiten, da habe ich diese ganzen positiven Feedbacks zwar gehört und gelesen, aber ich konnte sie nicht annehmen.

Deine Glaubenssätze sind so einzigartig wie Du

Es ist mir mittlerweile meistens egal, was andere von mir denken und das war nicht immer so.

Wie ich das geschafft habe? Oh, da gab es viele Menschen, die mir geholfen haben und viele Methoden, die ich angewendet habe. Du wirst genau das finden, was Du brauchst, wenn Du Dich entscheidest daran zu arbeiten, Dich selbst anzuerkennen.

Meine wichtigste Erkenntnis war: Wenn ich tue, was ich liebe … werde ich darin immer besser und besser … und dann liebe ich es noch mehr … und werde immer besser darin … und dann liebe ich es noch mehr … Ist das jetzt auch ein Hamsterrad? Egal! Es fühlt sich toll an und ich kann mich dadurch selbst so anerkennen wie ich bin.

Und Du kannst das auch.

Es gibt da eine Übung, die ich Dir gerne ans Herz legen möchte.

Sie ist ganz einfach und lautet:

Nimm einen Zettel und einen Stift und schreibe 50 Erfolge auf, die Du bisher in Deinem Leben hattest.

50 Erfolge?!? Wie soll das gehen? So viele hatte ich nie im Leben!!!

Doch, doch. Ich bin mir sicher, dass Du sie hattest.
Denn auch die „Selbstverständlichkeiten“ sind Erfolge.

Meine Liste fing so an:

  1. Ich habe laufen gelernt.
  2. Ich habe sprechen gelernt.
  3. Ich habe die Führerscheinprüfung bestanden.
  4. Ich habe die Schulzeit überlebt.

Jetzt bist Du an der Reihe. Es macht wirklich Spaß und Du darfst Dir für JEDEN kleinen Erfolg auf die Schulter klopfen.

Und noch eine Kleinigkeit: wenn Du Anerkennung bekommen willst, egal ob von anderen oder von Dir selbst, darfst Du auch Anerkennung geben.

Du weißt ja:


„Man erntet, was man sät.“


Das ist nicht nur eine hohle Phrase.
Das ist das das Gesetz der Anziehung und das funktioniert immer.

Ich lobe Tobi für die wundervollen Gerichte, die er mir fast täglich zaubert, immer. Oder Schatz? [ti_icon icon=“ti-heart“ size=“default“ style=“icon-left“ corners=“default“ icon_color=“#e74f8c“]Ich bin so dankbar dafür, so gut bekocht zu werden und das sage ich auch. Manchmal wiederhole ich es während des Essens sogar mehrmals und die Höchstauszeichnung ist dann, wenn ich den Teller abschlecke. Zuhause darf man das ja schließlich.

Und das schöne ist. Er kocht dann noch lieber. Ich würde aber niemals von ihm verlangen für mich zu kochen. Er kocht gerne und kann sich dabei sogar entspannen. Ist das nicht toll? Nicht um sich oder andere versorgen zu müssen, sondern weil es Spaß macht. Und das gemeinsame Essen macht dann gleich noch mehr Spaß!

Du glaubst das geht als Mutter nicht? Dann frag doch einfach Nicole.

Danke, liebe Nicole, für diese Blogparade. Meine anderen Artikel-Ideen dürfen sich nun noch gedulden. Ich hatte mal wieder Spaß beim Schreiben und hoffe natürlich auf gebührende Anerkennung von allen meinen Lesern. 😉

Wenn Du Fragen hast oder mir Feedback geben willst, dann schick mir eine Nachricht oder hinterlasse mir unter diesem Artikel einen Kommentar. Ich freue mich auf den Austausch mit Dir – hier oder auf auf meiner Facebook-Seite.

Und wenn Du jemanden kennst, der sich auch mehr Anerkennung geben darf, dann teile diesen Artikel. Danke!

Lebe wie Du willst! Vertraue Deiner Intuition! Alles ist eins!

Alles Liebe für Dich!

Unterschrift

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